Gleich drei Mal diskutierten die Bundestagskandidaten am Dienstag miteinander - hier war das St.-Antonius-Gymnasium Gastgeber der Politikerrunde.Foto:(west) |
Wenn man sich so häufig trifft, bleibt es natürlich nicht aus, dass man sich näher kennt - und insbesondere die politischen Argumente längst ausgetauscht hat. „ . . . Sie werden gleich sagen, dass . . .“, konterte beispielsweise Angelica Schwall-Düren ein von ihr erwartetes Argument des FDP-Kandidaten Daniel Fahr, bevor dieser es ausgesprochen hatte. Und dass man sich angesichts der häufigen Begegnungen nicht ständig gegenseitig die Augen auskratzt, ist auch nur allzu menschlich. „Man kommt sich im Laufe der Zeit natürlich etwas näher“, so die SPD-Politikerin, „aber zum geselligen Bierchen reicht es nicht.“ Das dürfte aber auch daran liegen, dass man schon wieder zur nächsten Wahlkampfveranstaltung eilt - wie am Dienstagabend.
So machten die fünf Kandidaten im Kapitelsaal der Burg durchaus ihre Unterschiede in den Ansichten deutlich, aber man blieb fair. Das wurde letztlich auch von den Jugendlichen, die quasi ihre ersten Erfahrungen mit der Politik sammelten, positiv bewertet. Und die Politik gibt das Lob zurück. So lobte beispielsweise Angelica Schwall-Düren die durchweg gute Vorbereitung und Strukturierung der Veranstaltungen durch die Schüler sowie deren Interesse.
„Politik ist nicht nur das, was in Büchern steht. Wir wollten auch die Praxis kennenlernen“, begründete Gregor Rottstegge, Fachbereichsleiter Sozialwissenschaften des St.-Antonius-Gymnasiums, die Organisation dieser Diskussionsveranstaltung. Bereits im Vorfeld hatten die Schüler der sozialwissenschaftlichen Kurse der Jahrgangsstufen elf bis 13 Schwerpunktthemen, die in ihrem Interessensbereich liegen sollten, erarbeitet. Und in den kommenden Unterrichtsstunden wird die Veranstaltung, die auch auf Video aufgenommen wurde, noch einmal nachbereitet.
Finanzkrise, die Zukunft des Autobauers Opel, die Arbeitslosigkeit, Mindestlöhne, Deckelung der Managergehälter, Energiepolitik, Bundeswehr oder Klimaschutz. Die Palette der angesprochenen Themen war umfangreich.
| Quelle: | azonline.de |
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